Das Sanatorium - Wonder Museum Annex ist weit mehr als nur ein Café; es ist ein immersives Kunsterlebnis, eine Erweiterung des „Wonder Museum“ des Besitzers Takamasa Sumi. Dieses einzigartige Lokal in Fukuoka ist akribisch im Stil eines retro Tuberkulose-Sanatoriums gestaltet und bietet eine bewusst beunruhigende, aber fesselnde Atmosphäre. Es sticht als Paradebeispiel der japanischen Konzeptcafé-Kultur hervor und überschreitet mit seiner bizarren Einrichtung und künstlerischen Vision Grenzen.
Besucher loben durchweg die außergewöhnliche Detailverliebtheit des Cafés, von der Operationsleuchte und den Vintage-Anatomiemodellen bis zum ausgestopften Pinguin mit Stethoskop. Die Präsentation von Speisen und Getränken, serviert in Nierenschalen und Griffin-Bechergläsern, löst oft sowohl Überraschung als auch Entzücken aus. Rezensenten heben häufig das Personal der „seltsamen Mädchen“ in deutschen Krankenschwesternuniformen aus dem Ersten Weltkrieg und den Besitzer, der als „Direktor“ bezeichnet wird und sich gerne fotografieren lässt, hervor. Die wechselnden Kunstausstellungen mit subkultur-inspirierten Indie-Künstlern sind ebenfalls ein großer Anziehungspunkt und sorgen dafür, dass es immer etwas Neues zu entdecken gibt.
Um das Beste aus Ihrem Besuch herauszuholen, planen Sie aufgrund des „Ein-Bestellung-pro-Stunde“-Systems mindestens eine Stunde oder zwei, wenn Sie ein Menü bestellen, ein. Fotografieren ist im Allgemeinen erlaubt, aber denken Sie daran, das Personal nicht zu fotografieren. Das Café verkauft auch einzigartige Souvenirs wie Postkarten und Keramik von früheren Ausstellungen. Es wird empfohlen, es während der Öffnungszeiten von Freitag bis Montag zu besuchen, wobei die Wochenenden ein etwas längeres Zeitfenster bieten. Seien Sie darauf vorbereitet, Ihre Schuhe beim Betreten auszuziehen und die bereitgestellten Hausschuhe zu tragen, eine gängige Praxis in vielen japanischen Einrichtungen.
Das Café liegt verkehrsgünstig in der Nähe des Stadtzentrums, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Tenjin entfernt. Es befindet sich im dritten Stock eines schmalen, unscheinbaren Gebäudes in einer Gasse abseits der belebten Showa-dōri Straße. Seine etwas versteckte Lage trägt zu seinem Reiz bei und macht die Entdeckung zu einem Teil des Abenteuers. Öffentliche Verkehrsmittel werden aufgrund seiner zentralen Lage und der Nähe zu einem wichtigen Bahnhof dringend empfohlen.
Obwohl das Konzept für einige absichtlich beunruhigend ist, nehmen die meisten Besucher die skurrile Natur an. Die „ekelhaften“ Elemente, wie abführmittelähnliche Snacks, sind Teil des Erlebnisses und werden von denen, die etwas wirklich anderes suchen, im Allgemeinen gut angenommen. Wenn Sie empfindlich auf medizinische Themen oder Taxidermie reagieren, beachten Sie die Einrichtung, aber für die meisten ist es ein faszinierender und unvergesslicher Halt.


