Kejonuma Leisure Land ist ein ehemaliger Vergnügungspark am Ufer des Kejonuma-Staudamms in Japans abgelegener Tohoku-Region. 1979 gegründet, sollte er nach dem Zweiten Weltkrieg der Gemeinschaft Freude bereiten. Über zwei Jahrzehnte lang bot er ein Riesenrad, Teetassenfahrten, eine Miniatur-Eisenbahn, ein Karussell, eine Go-Kart-Bahn, eine Golfanlage und einen Hindernisparcours und zog jährlich bis zu 200.000 Besucher an. Aufgrund seiner abgelegenen Lage und des Aufkommens größerer Parks wie Tokyo Disneyland schloss er jedoch im Jahr 2000 seine Türen und ist seitdem dem Verfall preisgegeben, was ihn zu einem interessanten Ort für Urban Explorer macht.
Besucher des Kejonuma Leisure Land finden eine Landschaft vor, in der die Natur die von Menschenhand geschaffenen Strukturen weitgehend zurückerobert hat. Das markanteste Merkmal ist das rostende Riesenrad, das über dem hohen bernsteinfarbenen Gras steht und als ergreifende Erinnerung an die frühere Pracht des Parks dient. Das Gelände ist heute ein dichter Dschungel, mit Überresten anderer Fahrgeschäfte und Einrichtungen, die überall verstreut sind. Diese Umgebung bietet eine einzigartige fotografische Gelegenheit und eine Chance, über die Vergänglichkeit menschlicher Unternehmungen nachzudenken.
Für diejenigen, die einen Besuch planen, ist es wichtig zu verstehen, dass dies keine gepflegte Touristenattraktion ist. Es gibt keine Einrichtungen, Sicherheitsmaßnahmen oder offizielle Zugänge. Besucher sollten festes Schuhwerk und lange Kleidung tragen, um das überwucherte Gelände zu durchqueren und sich vor Insekten zu schützen. Ein Besuch ist in der Regel selbstgeführt und kann je nachdem, wie viel Zeit man mit der Erkundung der verschiedenen Ruinen verbringen möchte, ein bis zwei Stunden dauern. Es ist ratsam, aus Sicherheitsgründen und für bessere Sicht bei Tageslicht zu besuchen.
Aufgrund seiner abgelegenen Lage erfordert das Erreichen des Kejonuma Leisure Land hauptsächlich private Transportmittel. Es gibt keine direkten öffentlichen Verkehrsmittel, die in Bezug auf den Ort erwähnt werden. Besucher müssten wahrscheinlich mit dem Auto in die Nähe des Kejonuma-Staudamms fahren und dann zu Fuß den verlassenen Park suchen. Spezifische Parkinformationen sind nicht verfügbar, daher sollten Besucher darauf vorbereitet sein, geeignete, sichere Parkplätze am Straßenrand zu finden.
Eine häufige Beschwerde, oder vielmehr eine Realität beim Besuch eines solchen Ortes, ist das Fehlen jeglicher Annehmlichkeiten oder offizieller Führung. Der Park ist völlig ungepflegt, was bedeutet, dass Wege überwuchert sind, Strukturen instabil sind und es inhärente Risiken beim Erkunden verlassener Orte gibt. Um diese Probleme zu mindern, sollten Besucher die Sicherheit priorisieren, das Klettern auf baufällige Strukturen vermeiden und den Ort als historische Ruine und nicht als aktiven Spielplatz respektieren. Das Mitbringen von Wasser, Snacks und einem voll aufgeladenen Telefon wird empfohlen.
