Überblick
Daisenryo Kofun, offiziell bekannt als Mozu Mimihara Churyo von Kaiser Nintoku, ist der größte schlüssellochförmige Grabhügel in Japan und eines der drei größten Gräber der Welt neben der Pyramide von Khufu in Ägypten und dem Mausoleum von Qin Shi Huang in China. Diese monumentale archäologische Stätte stammt aus der Mitte des 5. Jahrhunderts und repräsentiert den Höhepunkt der Bestattungsarchitektur der Kofun-Zeit (300-538 n. Chr.). Der Grabhügel ist etwa 486 Meter lang, 305 Meter breit an seiner breitesten Stelle und 35 Meter hoch, mit einem Gesamtumfang von etwa 2,8 Kilometern einschließlich des dreifachen Grabensystems.
Besuchererlebnis
Während das Grab selbst vom Kaiserlichen Hofamt verwaltet wird und für die Öffentlichkeit geschlossen ist, können Besucher den 2,8 km langen Rundweg um den dreifachen Graben zu Fuß oder mit dem Fahrrad umrunden. Die Erfahrung ist von einer feierlichen, heiligen Atmosphäre geprägt, obwohl viele Besucher anmerken, dass der Grabhügel vom Boden aus betrachtet einfach wie ein riesiger, bewaldeter Hügel erscheint. Die markante schlüssellochförmige Struktur, die aus Lehrbüchern bekannt ist, ist nur aus der Luftperspektive sichtbar. Freiwillige Führer sind oft am Haupteingang anwesend, um Erklärungen mit Fotos und Diagrammen zu geben.
Praktische Informationen
Die Stätte ist innerhalb von 5-10 Gehminuten vom Bahnhof Mozu (JR Hanwa Line) oder vom Bahnhof Mikunigaoka (Nankai Railway) erreichbar. Die nahegelegene Parkmöglichkeit im Daisen Park kostet etwa 200 Yen für 2 Stunden oder 600 Yen für einen ganzen Tag. Das Sakai City Museum und das Besucherzentrum bieten zusätzlichen Kontext durch Ausstellungen, Modelle und Videos. Für Luftaufnahmen können Besucher zur Aussichtsplattform im 21. Stock des Sakai City Hall MI-TE Gebäudes gehen oder eine Fahrt mit dem Fesselballon im Daisen Park unternehmen (wetterabhängig). Die Stätte ist besonders schön während der Kirschblütezeit im frühen April.
Historische Bedeutung
Die 2019 als UNESCO-Welterbestätte registrierte Stätte ist Teil der Mozu-Furuichi Kofun-Gruppe und veranschaulicht die Macht und Raffinesse der alten japanischen Yamato-Politik. Obwohl traditionell Kaiser Nintoku (dem 16. Kaiser) zugeschrieben, bleiben archäologische Beweise, die die Identität des Bestatteten bestätigen, unschlüssig. Der Bau des Grabhügels hätte ungefähr 15 Jahre mit 2000 Arbeitern erfordert, was die immensen Ressourcen und organisatorischen Fähigkeiten des Japans des 5. Jahrhunderts demonstriert. Das dreifache Grabensystem und die umliegenden sekundären Gräber (Baicho) schaffen eine ausgedehnte Bestattungslandschaft, die Einblicke in die alten japanischen Glaubensvorstellungen über das Jenseits und die kaiserliche Autorität bietet.
