Jimbōchō Book Town ist ein historisches und lebendiges Viertel in Tokio, das weltweit als eine der größten und ältesten Buchstädte bekannt ist. Es ist ein wahres Paradies für Bibliophile und beherbergt Hunderte von Buchhandlungen, die zusammen einen erheblichen Teil des Tokioter Gebrauchtbuchmarktes ausmachen. Seine Ursprünge reichen bis in die 1880er Jahre zurück, als es Jurastudenten diente, und es überlebte auf wundersame Weise die Bombardierung Tokios während des Zweiten Weltkriegs, wodurch sein einzigartiger Charakter und sein literarisches Erbe bewahrt blieben.
Besucher loben stets die schiere Vielfalt und Spezialisierung der Buchhandlungen und stellen fest, dass sich jedes Geschäft oft auf bestimmte Genres wie klassische Literatur, Philosophie, Kunst oder fremdsprachige Bücher konzentriert. Viele Rezensenten heben die Freude am Entdecken seltener Funde und den unverwechselbaren, beruhigenden Duft von altem Papier hervor, der in der Luft liegt. Die Freiluft-Bücherregale mit reduzierten Artikeln sind ein besonderer Anziehungspunkt und laden sowohl Gelegenheitsleser als auch ernsthafte Sammler ein. Neben Büchern ist die Gegend auch für ihre historischen Cafés, wie das Ladrio, bekannt, das den Wiener Kaffee in Japan einführte, und zahlreiche Curry-Restaurants, die ein komplettes kulturelles Erlebnis bieten.
Um das Beste aus Ihrem Besuch herauszuholen, planen Sie mindestens 2-3 Stunden oder sogar einen halben Tag ein, wenn Sie ein begeisterter Leser sind. Am besten besuchen Sie tagsüber, um die Außenausstellungen und die Atmosphäre voll zu genießen. Wenn Sie englische Bücher suchen, sind bestimmte Geschäfte wie Kitazawa Book Store, Sūbunsō oder Isseidō empfehlenswerte Ausgangspunkte. Beachten Sie, dass in einigen Geschäften möglicherweise ein striktes „Fotografierverbot“ im Inneren gilt, daher ist es ratsam, vor dem Fotografieren zu fragen. Bequeme Wanderschuhe sind ein Muss, da Sie viel stöbern werden.
Jimbōchō ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Am bequemsten erreichen Sie es mit der U-Bahn zur Jimbōchō Station, die von der Tokyo Metro Hanzomon Line, Toei Mita Line und Toei Shinjuku Line bedient wird. Bei der Ankunft sollten Besucher auf die Wandgemälde des Bahnhofs achten, die geschickt Bücherregale imitieren und so die Stimmung für das Viertel vorgeben. Die Buchstadt selbst konzentriert sich um den Bahnhof, so dass sie nach Ihrer Ankunft sehr gut zu Fuß erkunden lässt.
Eine häufige Beschwerde, insbesondere für Nicht-Japanischsprecher, ist die Sprachbarriere in einigen kleineren, spezialisierten Geschäften, da viele Bücher auf Japanisch sind. Doch auch ohne die Sprache zu verstehen, sind die Atmosphäre und die schiere Menge an Büchern beeindruckend. Um dies zu mildern, konzentrieren Sie sich auf Geschäfte, die für ihre fremdsprachigen Abteilungen bekannt sind, oder genießen Sie einfach das visuelle Erlebnis der einzigartigen Ladenfronten und Auslagen.
