Das Sushi Murayama (鮨 むらやま) bietet ein Erlebnis, das ebenso sehr gehobene japanische Küche wie ein traditionelles Sushi-Menü ist. An einem intimen Tresen mit acht Plätzen in Ginza präsentiert Chef Murayama ein Omakase, das sich durch seine umfangreichen und kreativen Tsumami (kleine Gerichte) auszeichnet, die oft mit einem vollständigen Kaiseki-Menü verglichen werden. Darauf folgt eine Reihe präzise zubereiteter Nigiri mit Reis, der mit rotem Essig (Akazu) gewürzt ist.
Gäste loben durchweg die Vorspeisen, insbesondere die Spezialität des Hauses: gedämpfte Abalone, serviert mit einer reichhaltigen Sauce aus ihrer eigenen Leber (Kimo), die dann mit einem Reisbällchen vermischt wird. Weitere Höhepunkte sind ein herzhafter Eierstich (Chawanmushi) mit gepökeltem Meeräschenrogen (Karasumi), saisonale frittierte Häppchen und luxuriöse Präsentationen von Seeigel (Uni) auf zwei Ebenen. Der Sushi-Gang wird von einer dramatischen Thunfisch-Abfolge gekrönt, die von magerem mariniertem (Zuke) über mittelfetten (Chutoro) bis hin zu erstklassigem fettem Bauch (Otoro) reicht. Die Portionen werden als großzügig und sättigend beschrieben, und der Service ist oft freundlich und entspannt, was zur theatralischen Atmosphäre der offenen Küche beiträgt.
Einige Kritiker bemerkten eine gelegentliche Inkonsistenz beim Reis, der gegen Ende des Services zu weich wirkte, und manche erwähnen, dass der kleine Raum durch den Holzkohlengrill rauchig werden kann. Die Preise sind über die Jahre ebenfalls gestiegen. Dies sind jedoch nur kleine Kritikpunkte in einer Fülle positiver Berichte. Gäste nannten in den Jahren 2024–2026 für das Abend-Omakase einen Preis von etwa ¥38.500, wobei die Endrechnung inklusive Getränke bei ca. ¥44.000 lag. Das Mittags-Omakase, das von jüngeren Köchen zubereitet wird, ist eine beliebte und zugänglichere Option, für die Gäste einen Preis von ¥13.200 angaben. Während das Abendessen eine erhebliche Ausgabe darstellt, sind die meisten der Meinung, dass Qualität und Großzügigkeit den Preis für einen besonderen Anlass wert sind, und das Mittagessen wird weithin als ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis angesehen.
- Lage: In Ginza, im 7. Stock des Ginza Mon Building.
- Anfahrt: Ein kurzer Spaziergang vom Bahnhof Ginza.
- Reservierungen: Unbedingt erforderlich. Plätze für das Abendessen sind sehr begehrt und müssen oft Monate im Voraus gebucht werden. Mittagsreservierungen sind leichter zu bekommen.
- Sitzplätze: Nur 8 Plätze am Tresen. Es gibt keine privaten Räume.
- Bezahlung: Kreditkarten und einige QR-Code-Zahlungen (d Barai) werden akzeptiert. Elektronisches Geld wird nicht akzeptiert.
- Atmosphäre: Das Restaurant ist ein Nichtraucherlokal, aber rechnen Sie mit etwas Rauch und Aroma vom Holzkohlengrill der Küche.
- Parken: Keine Parkplätze vorhanden.





