Das Sushi Ryujiro (鮨 龍次郎) hat sich einen beeindruckenden Ruf durch Theatralik und kühne Aromen erarbeitet. Chefkoch Ryujiro Nakamura beginnt jeden Service mit einem Ritual: „Lassen Sie mich das erste Stück servieren.“ Dies ist kein gewöhnliches Stück, sondern ein Aufsehen erregender, auf Salz gegrillter Chutoro (mittel-fetter Thunfisch), der sofort die Philosophie des Restaurants verdeutlicht. Der Sushi-Reis, oder Shari, ist bewusst kräftig und essigsauer, wird in kleinen Portionen serviert und ist darauf ausgelegt, die Reichhaltigkeit des exzellenten Thunfischs, der folgt, zu durchdringen und hervorzuheben.
Das Omakase-Menü entwickelt sich von diesem kraftvollen Auftakt zu einer Reihe raffinierter kleiner Gerichte (Otsumami), bevor die eigentliche Nigiri-Sequenz beginnt. Gäste loben durchweg die Qualität dieser Gerichte, zu denen zarte gedämpfte Abalone, feine Weißfisch-Zubereitungen und knuspriger gegrillter Unagi (Süßwasseraal) gehören. Die Thunfisch-Verkostung mit verschiedenen Fettstufen wie Chutoro und Otoro ist ein wiederkehrendes Highlight, ebenso wie saisonale Angebote wie Shirako (Kabeljaumilch) und erfrischende Gänge mit Mozuku-Algen oder Kudzu-Nudeln. Viele Gäste heben auch den sympathischen, einnehmenden Stil der Köche hervor, wobei ausländische Besucher oft erwähnen, dass sich die Sous-Chefs große Mühe geben, die Gerichte auf Englisch zu erklären.
Während die meisten den durchsetzungsfähigen, säuerlichen Shari als aufregend empfinden, finden einige wenige, dass er zartere Beläge überdecken kann. Vereinzelte Berichte erwähnen ein gelegentlich langsames Tempo zwischen den Gängen. Obwohl selten, wurden vereinzelte Beschwerden über die Sauberkeit oder eine kurzfristige Reservierungsstornierung von Gästen angemerkt.
Für ein Omakase der Spitzenklasse empfinden die meisten Gäste das Preis-Leistungs-Verhältnis als ausgezeichnet. Gäste berichteten in den Jahren 2024–2026, dass sie für das komplette Erlebnis etwa 30.000 bis 38.000 ¥ bezahlten. Eine Gruppe von drei Personen zahlte beispielsweise 102.700 ¥ (ca. 34.200 ¥ pro Person), während eine Buchung bei einem Sous-Chef mit 32.450 ¥ vermerkt wurde. Ein Mittagsmenü wurde mit einem Grundpreis von 19.250 ¥ angegeben. Der Konsens ist, dass der Preis für ein Edomae-Erlebnis dieses Kalibers mit Michelin-Stern mehr als fair ist.
- Anfahrt: Das Restaurant befindet sich im Erdgeschoss des ARISTO Minami-Aoyama Gebäudes. Es ist 4 Gehminuten von der Station Gaiemmae (Tokyo Metro Ginza Line) oder 5 Gehminuten von der Station Aoyama-itchome (Ginza und Hanzomon Lines) entfernt.
- Reservierungen: Eine Reservierung ist unerlässlich und erfolgt online über die OMAKASE-Plattform. Das Restaurant nimmt keine telefonischen Reservierungen entgegen. Pünktlichkeit wird erbeten, da der Service auf die jeweiligen Sitzungszeiten abgestimmt ist.
- Sitzplätze: Der Raum ist intim, mit einem Haupttresen für 10 Personen und einem Nebentresen für 5 Personen. Private Räume für 4 oder 6 Personen sind ebenfalls verfügbar.
- Zahlung: Gängige Kreditkarten (VISA, Master, JCB, AMEX, Diners) werden akzeptiert. Elektronisches Geld und QR-Code-Zahlungen werden nicht angenommen.
- Kinder: Kinder sind willkommen, dies muss jedoch bei der Buchung mit dem Restaurant abgesprochen und vereinbart werden.
- Rauchen: Das gesamte Restaurant ist rauchfrei.
- Parken: Es sind keine Parkplätze vorhanden.






